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Onlineshop erstellen in Österreich – was Sie wirklich brauchen

Kurz gesagt
Um in Österreich einen Onlineshop zu erstellen, brauchen Sie ein passendes Gewerbe, ein Shopsystem wie Shopify, Rechtstexte (Impressum, AGB, Widerrufsbelehrung, Datenschutz), Zahlungsarten wie Kreditkarte und EPS sowie eine Versandlösung. Wer selbst baut, startet günstig, braucht aber Zeit. Mit einer Agentur geht es schneller – bei Primodia ab 890 € inkl. USt., je nach Aufwand.
Ein eigener Onlineshop ist heute schneller gebaut als je zuvor. Damit er aber auch rechtlich sauber ist und verkauft, sollten Sie ein paar Dinge in der richtigen Reihenfolge erledigen. Hier ist der Weg – Schritt für Schritt, mit Blick auf Österreich.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine allgemeine Orientierung (Stand Oktober 2026) und keine Rechts- oder Steuerberatung. Verbindliche Auskünfte geben die Wirtschaftskammer und Ihre Steuerberatung.
Schritt 1: Gewerbe und Steuern klären
Wer regelmäßig Waren verkauft, braucht in der Regel ein Gewerbe – für den Handel genügt meist das freie Handelsgewerbe. Klären Sie außerdem mit Ihrer Steuerberatung:
- ob die Kleinunternehmerregelung für Sie gilt,
- wie Sie mit der Umsatzsteuer umgehen, wenn Sie an Privatkunden in andere EU-Länder verkaufen (Stichwort OSS, ab 10.000 € Umsatz pro Jahr mit EU-Auslandskunden),
- ob Sie Ihre Verpackungen lizenzieren müssen.
Schritt 2: Sortiment und Zielgruppe festlegen
Bevor es um Technik geht: Was verkaufen Sie, an wen und warum bei Ihnen? Starten Sie lieber mit den 30 wichtigsten Produkten als mit 1.000 halb fertigen. Gute Fotos und klare Texte verkaufen mehr als jede Funktion.
Schritt 3: Shopsystem wählen
| Shopify | WooCommerce | Baukasten (z. B. Wix) | |
|---|---|---|---|
| Prinzip | Shopsystem zur Miete | Erweiterung für WordPress | Shop-Funktion im Baukasten |
| Technik & Updates | inklusive | selbst oder Agentur | inklusive |
| Österreichische Zahlungsarten | ja, z. B. EPS | über Erweiterungen | je nach Anbieter |
| Gut für | die meisten kleinen und mittleren Shops | individuelle Anforderungen | sehr kleine Shops |
Wir empfehlen für die meisten Betriebe Shopify – was das genau ist, lesen Sie in Was ist Shopify?, den ausführlichen Vergleich in Shopify oder WooCommerce?
Schritt 4: Rechtstexte erstellen
Ohne diese Texte sollten Sie nicht online gehen:
- Impressum mit den gesetzlich vorgeschriebenen Angaben zu Ihrem Unternehmen,
- Datenschutzerklärung nach DSGVO,
- AGB mit Liefer- und Zahlungsbedingungen,
- Widerrufsbelehrung: Privatkunden können online gekaufte Waren in der Regel 14 Tage lang zurückgeben,
- Preisangaben inklusive Umsatzsteuer und mit klar ausgewiesenen Versandkosten.
Verkaufen Sie an Privatkunden und haben 10 oder mehr Beschäftigte, kann zudem das Barrierefreiheitsgesetz gelten – mehr dazu in Barrierefreiheitsgesetz: Was Webshops beachten müssen.
Schritt 5: Zahlung und Versand einrichten
- Zahlungsarten: In Österreich erwarten Kunden meist Kreditkarte, PayPal und EPS, oft auch Klarna oder Apple Pay. Jede Zahlungsart kostet eine kleine Gebühr pro Zahlung.
- Versand: Österreichische Post oder Paketdienste wie DPD, GLS und DHL. Legen Sie Versandkosten fest und ab wann der Versand gratis ist.
- Testkäufe: Kaufen Sie vor dem Start selbst ein – mit jeder Zahlungsart.
Schritt 6: Sichtbar werden
Ein Shop ohne Besucher verkauft nichts. Planen Sie von Anfang an:
- SEO: gute Produkttexte und Kategorien, damit Google Ihren Shop versteht (warum SEO wichtig ist),
- Werbung auf Instagram, Facebook oder Google für den Start (was Online-Werbung kostet),
- ein Google Unternehmensprofil, wenn Sie auch ein Geschäft haben (Anleitung).
Checkliste vor dem Start
- Gewerbe und Steuerfragen geklärt
- Domain gesichert (z. B. ihr-shop.at)
- Produkte mit Fotos, Texten und Preisen angelegt
- Impressum, Datenschutz, AGB und Widerrufsbelehrung online
- Zahlungsarten und Versand getestet
- Shop am Handy geprüft
- Shop bei Google angemeldet
Selbst bauen oder bauen lassen?
Selbst bauen ist günstig, kostet aber Zeit – vor allem bei Design, Rechtstexten und Zahlungen. Mit einer Agentur sind Sie schneller online und vermeiden typische Fehler. Was das kostet, lesen Sie in Was kostet ein Webshop?
Bei Primodia aus Lustenau bekommen Sie einen Shopify-Webshop ab 890 € inkl. USt., je nach Aufwand – mit Design, Zahlung, Versand und Testkäufen. Einen ersten Shop-Entwurf und eine Strategie bekommen Sie vorab kostenlos.
Fazit
Einen Onlineshop in Österreich zu erstellen ist kein Hexenwerk: Gewerbe klären, Shopsystem wählen, Rechtstexte erstellen, Zahlung und Versand einrichten, dann sichtbar werden. Wer diese Reihenfolge einhält, startet ohne böse Überraschungen.
Über die Autoren
Hakan Emik
Gründer · Technik & Entwicklung
Hat an der FH Vorarlberg in Dornbirn studiert und sechs Jahre in der IT gearbeitet, den Großteil davon im Bereich DevOps. Bei Primodia baut er Webseiten und Webshops, die schnell, sicher und gut auffindbar sind.
LinkedInBerkay Damar
Team Primodia
Ihr Ansprechpartner bei Primodia für Projekte rund um Webseiten, Webshops und Online-Marketing.